Tätigkeit - Vertretungsbefugnis

 

Zulassung und Vertretungsbefugnis von Rechtsanwälten sind in Deutschland historisch bedingt kompliziert. Früher konnte ein Rechtsanwalt nur vor den Gerichten auftreten, bei denen er zugelassen war. Das hat sich durch die Einführung neuer Gerichtsbarkeiten und nicht zuletzt durch die europäische Dienstleistungsfreiheit geändert. Einem Laien fällt es schwer festzustellen, ob ein bestimmter Anwalt bei einem bestimmten Gericht tätig werden darf. Im Zweifel hilft nur eins: Fragen!

 

Ich kann vor jeder Verwaltungsbehörde auftreten und vor allen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten. Das gilt auch für alle besonderen Gerichtszweige: Arbeits-, Sozial-, Finanz- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Auch gegenüber Verfassungsorganen, beispielsweise parlamentarischen Untersuchungsausschüssen oder dem Bundesverfassungsgericht, stehe ich meinen Mandanten bei. Prozessvertretungen vor dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften übernehme ich ebenfalls. Nur in Zivilsachen darf ich meine Mandanten nicht vor dem Bundesgerichtshof vertreten. Das darf nur ein bei dem Bundesgerichtshof zugelassener Rechtsanwalt. Diese „Revisionsspezialisten“ dürfen ihrerseits in den unteren Tatsacheninstanzen nicht tätig werden.

 

Wie Sie sehen, darf ich abgesehen von zivilrechtlichen Revisionen alles machen. Das bedeutet nicht, dass ich es auch tue. Rechtsstreitigkeiten vor dem Bundespatentgericht oder einem Truppendienstgericht bearbeite ich entweder gar nicht oder nur gemeinsam mit einem Spezialisten. Bitte haben Sie Vertrauen, dass ich im Einzelfall erkenne, ob ich Ihren Fall optimal vertreten kann oder Ihnen lieber einen Kollegen empfehle.

 

Im Ausland werde ich grundsätzlich im Einvernehmen mit einem vor Ort zugelassenen Rechtsanwalt tätig. Nur gegenüber Institutionen der Europäischen Union trete ich selbst auf.

 

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